Warum Speditionen so oft gefragt werden
Ein Industrieunternehmen, das berichtspflichtig ist, muss für seinen Bericht auch Emissionen aus eingekauften Transporten betrachten. Das sind seine Scope-3-Emissionen, und sie entstehen in Ihren Lkw. Für Geschäftsjahre ab 2027 darf ein solcher Kunde von Speditionen bis 1.000 Beschäftigte für seinen Bericht grundsätzlich nur noch die Angaben des freiwilligen Standards verlangen, bei mehr als 10 Beschäftigten also auch Energie und Scope 1 und 2 (Was Kunden fragen dürfen). Emissionen je Sendung gehören nicht dazu.
Was bei einer Spedition in den Bericht gehört
- B3 Energie und CO2: Diesel der Lkw und Transporter laut Tankkarten-Jahresauswertung, Strom für Lager, Büro, Kühlung und Ladesäulen, Gas oder Heizöl für Halle und Werkstatt. Kältemittel von Kühlaufliegern zählen zu Scope 1, wenn Sie nachgefüllt haben.
- B7 Abfall: Altöl, Ölfilter, Altreifen und Batterien aus der eigenen Werkstatt, Folien und Paletten aus dem Lager.
- B8 bis B10 Belegschaft: Fahrerinnen und Fahrer mit Vertragsart, Unfälle mit mehr als drei Tagen Ausfall, Mindestlohn und Tarif. Wegeunfälle zählen nicht.
Mehrere Tankkarten-Anbieter? Zählen Sie die Liter aus allen Jahresauswertungen zusammen. Kennen Sie nur Fahrzeuge und Kilometer, hilft die Schätzhilfe im Formular: Anzahl mal Kilometer mal Verbrauch je 100 km, im Bericht als Schätzung gekennzeichnet.
Ein Rechenbeispiel
Mit erfundenen Zahlen: Eine Spedition mit 30 Beschäftigten tankt 2025 700.000 Liter Diesel, verbraucht 60.000 kWh Strom und heizt mit 90.000 kWh Erdgas. Der Diesel ergibt mit 2,58354 kg CO2e je Liter 1.808,48 t, das Erdgas 16,41 t, zusammen 1.824,89 t in Scope 1. Der Strom bringt 20,64 t in Scope 2. Gesamt sind das 1.845,53 t, davon rund 98 % aus dem Diesel. Der Energieverbrauch liegt bei 7.164,4 MWh.
Das Beispiel zeigt, wo der Hebel liegt: Jeder Liter weniger zählt. Fahrertrainings, bessere Tourenplanung, Reifendruck oder elektrische Lkw im Nahverkehr sind Maßnahmen, die in B2 und im Zusatzmodul unter C3 stehen können, wenn Sie sie angeben. Den Rechenweg können Sie mit dem CO2-Rechner nachvollziehen.
Zusatzmodul für Banken und Leasinggeber
Wer Fahrzeuge finanziert oder least, bekommt oft auch einen ESG-Fragebogen der Bank. Dort geht es um Klimaziele, um steigende CO2-Preise auf Diesel und um Ihre Pläne für die Flotte. Diese Punkte deckt das Zusatzmodul ab, mehr unter VSME-Zusatzmodul.
Was es kostet
- VSME-Basisbericht mit CO2-Bilanz249,00 €Bericht B1 bis B11 als PDF, EFRAG-Excel-Vorlage mit Ihren Werten, CO2-Bilanz Scope 1 und 2 auf zwei Seiten. Fertig in etwa einer Stunde.
- VSME-Basisbericht plus Antworten auf einen Kundenfragebogen299,00 €Alles aus dem Basisbericht, dazu die Antworten auf den Fragebogen Ihres Kunden oder Ihrer Bank (bis 60 Fragen). Fertig in etwa 4 Stunden.
- VSME-Bericht Basis und Zusatzmodul (C1 bis C9) plus ein Kundenfragebogen399,00 €Für Banken und größere Kunden: zusätzlich Strategie, Klimaziel, Klimarisiken, Verhaltenskodex und Leitungsorgan. Fertig in etwa 4 Stunden.
- Antworten auf einen Kundenfragebogen99,00 €Ihr Fragebogen als PDF, Word oder Excel wird aus Ihren Angaben beantwortet, offene Punkte sind markiert. Fertig in etwa 4 Stunden.
Dazu wählbar: Aufpreis Fragebogen mit 61 bis 150 Fragen für 49,00 €, Weitergabepaket: Begleitschreiben und Selbsterklärung zur Unternehmensgröße für 19,00 €.
Angebot nur für Unternehmer. Alle Preise zuzüglich 19 % Umsatzsteuer, einmalig, kein Abo. Die Rechnung mit ausgewiesener Umsatzsteuer kommt automatisch per E-Mail.
Für den Bogen eines Verladers oder Ihrer Bank nehmen Sie das Paket für 299 € netto, mit Zusatzmodul 399 € netto. Bogen hochladen und Tankkarten-Liter eintragen: garantiert innerhalb von 4 Stunden bei Ihnen.
Ihre Angaben
Das Bestellformular wird geladen.
Häufige Fragen
Gehören Subunternehmer in meine CO2-Bilanz?
Nein, nicht in Scope 1 und 2. Fahrten, die ein Subunternehmer mit eigenem Lkw und eigenem Diesel ausführt, sind bei Ihnen Scope 3. Der freiwillige Standard verlangt Scope 3 nicht. Wenn Ihr Kunde danach fragt, ist die Frage in der Antwortdatei markiert.
Mein Kunde will Emissionen je Sendung. Können Sie das?
Nein. Emissionen je Sendung oder Tonnenkilometer brauchen Daten zu jeder Tour und eine eigene Methode für Transportketten. Wir liefern Scope 1 und 2 für den ganzen Betrieb nach dem freiwilligen Standard.
Wir tanken teilweise HVO. Wie wird das gerechnet?
Das Formular kennt HVO nicht als eigenen Kraftstoff. Tragen Sie HVO zusammen mit dem Diesel ein; der Bericht rechnet dann mit dem Faktor für handelsüblichen Diesel mit Biodiesel-Beimischung (DESNZ 2026), also eher zu hoch als zu niedrig. Den HVO-Anteil nennen Sie im Freitext, der Bericht führt ihn als Maßnahme auf.
