Was bei einer Bäckerei in den Bericht gehört
- B3 Energie und CO2: Gas oder Heizöl für Backöfen und Heizung, Strom für Elektroöfen, Kühlung, Gärunterbrechung, Spülmaschinen und Filialen, Diesel oder Strom für die Lieferfahrzeuge. Kältemittel aus Kühlräumen zählen zu Scope 1, wenn nachgefüllt wurde. Ein Kilogramm R404A entspricht nach DESNZ 3.943 kg CO2e. Strom aus der eigenen PV-Anlage hat keine Emissionen, zählt aber zum Energieverbrauch.
- B6 Wasser: die Wasserrechnung, bei Filialen zusammengezählt. Den Wasserverbrauch nach Abzug des Abwassers fragt der Standard nur bei wasserintensiver Produktion ab; das entscheiden Sie im Formular selbst.
- B7 Abfall: Backwarenreste und Bioabfall, Papier und Kartonagen, Folien, Altfett aus der Fritteuse. Das Formular rechnet Container in Kubikmetern über die Schüttdichte in Tonnen um und kennzeichnet das als Schätzung.
- B8 bis B10 Belegschaft: viele Teilzeit- und Minijobs im Verkauf. Zählen Sie nach Köpfen oder in Vollzeitäquivalenten, aber überall gleich.
Ein Rechenbeispiel
Mit erfundenen Zahlen: Eine Bäckerei mit 25 Beschäftigten verbraucht 2025 186.000 kWh Strom aus dem Netz, 412.000 kWh Erdgas für Öfen und Heizung und 14.200 Liter Diesel für die Lieferwagen. In den Kühlraum wurden 3,5 kg Kältemittel R404A nachgefüllt. Das Erdgas ergibt 75,11 t CO2e, der Diesel 36,69 t und das Kältemittel 13,80 t, zusammen 125,60 t in Scope 1. Der Strom bringt 63,98 t in Scope 2. Gesamt sind das 189,58 t. Mit 24.500 kWh selbst verbrauchtem Strom aus der eigenen PV-Anlage liegt der Energieverbrauch bei 724,1 MWh.
Auffällig ist das Kältemittel: 3,5 kg machen fast so viel aus wie ein Drittel des Diesels. Wer Kühltechnik betreibt, sollte das Wartungsprotokoll nicht vergessen.
Bei einer Bäckerei liegt der Hebel meist beim Ofen und bei der Wärmerückgewinnung. Wer einen Ofentausch oder eine Abwärmenutzung plant, schreibt das mit Jahr ins Formular. Der Bericht nennt es als geplante Maßnahme in B2 und, im Zusatzmodul, als Teil des Klimaziels in C3. Wie die Faktoren aussehen, zeigt der CO2-Rechner.
Wer bei Bäckereien fragt
Am häufigsten die Hausbank, wenn ein neuer Ofen, eine Filiale oder ein Fahrzeug finanziert werden soll. Sparkassen und Genossenschaftsbanken nutzen dafür eigene ESG-Fragebögen, mehr unter ESG-Fragebogen der Bank. Seltener fragt der Lebensmittelhandel, der Backwaren listet, oder ein öffentlicher Auftraggeber bei Kantinen- oder Schulverpflegung.
Mit mehr als 10 Beschäftigten gehören Energie, Scope 1 und 2, Wasser und Abfall zu den Angaben, die ein berichtspflichtiger Kunde für Geschäftsjahre ab 2027 von Ihnen verlangen darf (Was Kunden fragen dürfen).
Was es kostet
- VSME-Basisbericht mit CO2-Bilanz249,00 €Bericht B1 bis B11 als PDF, EFRAG-Excel-Vorlage mit Ihren Werten, CO2-Bilanz Scope 1 und 2 auf zwei Seiten. Fertig in etwa einer Stunde.
- VSME-Basisbericht plus Antworten auf einen Kundenfragebogen299,00 €Alles aus dem Basisbericht, dazu die Antworten auf den Fragebogen Ihres Kunden oder Ihrer Bank (bis 60 Fragen). Fertig in etwa 4 Stunden.
- VSME-Bericht Basis und Zusatzmodul (C1 bis C9) plus ein Kundenfragebogen399,00 €Für Banken und größere Kunden: zusätzlich Strategie, Klimaziel, Klimarisiken, Verhaltenskodex und Leitungsorgan. Fertig in etwa 4 Stunden.
- Antworten auf einen Kundenfragebogen99,00 €Ihr Fragebogen als PDF, Word oder Excel wird aus Ihren Angaben beantwortet, offene Punkte sind markiert. Fertig in etwa 4 Stunden.
Dazu wählbar: Aufpreis Fragebogen mit 61 bis 150 Fragen für 49,00 €, Weitergabepaket: Begleitschreiben und Selbsterklärung zur Unternehmensgröße für 19,00 €.
Angebot nur für Unternehmer. Alle Preise zuzüglich 19 % Umsatzsteuer, einmalig, kein Abo. Die Rechnung mit ausgewiesener Umsatzsteuer kommt automatisch per E-Mail.
Für den Bogen Ihrer Bank nehmen Sie das Paket für 299 € netto: Bericht, Excel-Vorlage, CO2-Bilanz und die Antworten auf den Bogen. Ohne Fragebogen reicht der Basisbericht für 249 € netto. Angaben eintragen, die Unterlagen kommen garantiert innerhalb von 4 Stunden, ohne Fragebogen innerhalb von 60 Minuten.
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Häufige Fragen
Zählen die Filialen mit?
Ja, wenn Sie die Filialen selbst betreiben. Strom und Heizung jeder Filiale gehören in die Summe. Läuft der Strom einer Filiale über den Vermieter, hilft die Schätzung über die Fläche; der Wert steht dann als Schätzung im Bericht.
Wohin mit Backwarenresten, die an die Tafel gehen?
Backwaren, die gespendet oder als Tierfutter abgegeben werden, sind kein Abfall. Was entsorgt wird, etwa über die Biotonne oder einen Entsorger, gehört mit Menge in B7. Spenden können Sie als Maßnahme in B2 angeben.
Unser Ofen läuft mit Gas. Ist das ein Problem für die Bank?
Das ist eine Information, keine Wertung. Banken fragen nach Energieträgern, um Übergangsrisiken einzuschätzen, etwa steigende CO2-Preise. Wenn Sie einen Ofentausch planen, gehört das in den Bericht.
