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Scope 1, 2 und 3 einfach erklärt

Scope 1 sind die Emissionen aus eigener Verbrennung, also Heizung, Fahrzeuge und Maschinen. Scope 2 stammt aus eingekauftem Strom und eingekaufter Wärme. Scope 3 ist alles in der Wertschöpfungskette davor und danach. Der freiwillige EU-Standard verlangt Scope 1 und 2, Scope 3 nur, wenn es für die Branche angemessen ist.

Stand: 3. Oktober 2026

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Die drei Scopes auf einen Blick

Die Einteilung stammt aus dem Greenhouse Gas Protocol, dem verbreitetsten Standard für Treibhausgasbilanzen. Der freiwillige EU-Standard übernimmt sie (Anhang I der Delegierten Verordnung (EU) 2026/1560, Angabe B3).

Scope Was dazu gehört Beispiel im Handwerksbetrieb
1 direkte Emissionen aus Quellen, die Ihnen gehören oder die Sie steuern Gasheizung, Heizöl, Diesel der Transporter, Stapler, Aggregat, nachgefülltes Kältemittel
2 indirekte Emissionen aus eingekaufter Energie Strom aus dem Netz, Fernwärme, Ladestrom an fremden Säulen
3 alle übrigen indirekten Emissionen der Wertschöpfungskette eingekauftes Material, Vorketten der Energie, Geschäftsreisen mit Bahn und Flug, Arbeitswege, Entsorgung

Wie Scope 1 und 2 gerechnet werden

Die Formel ist immer gleich: Menge laut Rechnung mal Emissionsfaktor. Der Faktor hängt vom Energieträger ab. Für Strom gilt in Deutschland der Wert des Umweltbundesamts, 2025 vorläufig 344 g CO2 je kWh (UBA). Für Brennstoffe nutzen wir die Faktoren der britischen Regierung (DESNZ 2026), die Methan und Lachgas einschließen: 0,18231 kg CO2e je kWh Erdgas nach Brennwert und 2,58354 kg je Liter Diesel. Mehr zu allen Faktoren unter CO2-Rechner für Unternehmen.

Standortbasiert und marktbasiert

Bei Scope 2 gibt es zwei Rechenwege. Standortbasiert rechnet jeden Strom mit dem Netzdurchschnitt, egal welchen Tarif Sie haben. Marktbasiert rechnet mit dem Wert Ihres Liefervertrags, den Ihr Versorger in der Stromkennzeichnung auf der Rechnung angibt. Mit Ökostrom und Herkunftsnachweis ist der marktbasierte Wert oft null.

Der freiwillige Standard verlangt den standortbasierten Wert, den marktbasierten können Sie zusätzlich nennen. Unser Bericht zeigt beide, wenn Sie den Wert Ihres Lieferanten eintragen. Wichtig für die Werbung: Ein Ökostromtarif senkt nur den marktbasierten Wert. Pauschale Klimaaussagen über den ganzen Betrieb sind gegenüber Verbrauchern seit dem 27.09.2026 ohne anerkannten Nachweis unzulässig (Mit Nachhaltigkeit werben).

Scope 3: wann es eine Rolle spielt

Scope 3 ist für die meisten Unternehmen der größte Block, und der schwierigste. Das Greenhouse Gas Protocol teilt ihn in 15 Kategorien, von eingekauften Waren bis zur Nutzung der verkauften Produkte. Dafür brauchen Sie Mengen und Faktoren für jedes Material, die es selten belastbar gibt.

Der freiwillige Standard nimmt darauf Rücksicht. Scope 3 gehört nicht zum Basismodul. Absatz 49 sagt nur, dass eine Angabe je nach Tätigkeit angemessen sein kann, und nennt Herstellung, Lebensmittel, Bau und Verpackung als Bereiche mit oft wesentlichen Kategorien. Fragt ein Großkunde danach, steht die Frage in unserer Antwortdatei als „nicht im VSME-Katalog“. Was er verlangen darf, steht unter Was Kunden fragen dürfen.

Was im Bericht steht

Unser Bericht nennt Scope 1 und Scope 2 standortbasiert in Tonnen CO2e mit jeder Position einzeln: Menge, Faktor, Quelle, Ergebnis. Die zweiseitige CO2-Bilanz enthält dieselben Zahlen als Balken nach Quelle. Tragen Sie Ihre Verbräuche ein, und Sie bekommen beides zusammen mit dem VSME-Bericht und der EFRAG-Excel-Vorlage, garantiert innerhalb von 60 Minuten.

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Häufige Fragen

Gehört die Heizung zu Scope 1 oder Scope 2?

Kommt darauf an, was verbrannt wird und wo. Eine eigene Gas-, Öl- oder Pelletheizung ist Scope 1. Fernwärme ist Scope 2, weil die Verbrennung beim Versorger stattfindet. Eine Wärmepumpe steckt im Strom und damit in Scope 2.

Was ist der Unterschied zwischen standortbasiert und marktbasiert?

Standortbasiert rechnet den Strom mit dem Durchschnitt des Stromnetzes, in Deutschland 344 g CO2 je kWh für 2025 (Umweltbundesamt, vorläufig). Marktbasiert rechnet mit dem Wert Ihres Liefervertrags, bei Ökostrom mit Herkunftsnachweis also meist mit null. Der freiwillige Standard verlangt den standortbasierten Wert.

Muss ein KMU Scope 3 berichten?

Nach dem freiwilligen Standard nicht. Absatz 49 nennt Scope 3 als möglicherweise angemessen, etwa in Herstellung, Lebensmitteln, Bau und Verpackung. Für Geschäftsjahre ab 2027 gehört Scope 3 auch nicht zu dem, was ein berichtspflichtiger Kunde von Zulieferern bis 1.000 Beschäftigte verlangen darf.